Was ist eine Skoliose
Krankheitsbild
Das Krankheitsbild der Skoliose beschreibt eine dreidimensionale Verformung der Wirbelsäule, bei der sich diese seitlich krümmt und oft auch um die eigene Achse dreht. Die Krümmung kann in verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule auftreten – im Brustbereich (thorakale Skoliose), im Lendenbereich (lumbale Skoliose) oder in beiden Bereichen (thorakolumbale Skoliose). Sie wird oft in einem Winkel (Cobb-Winkel) gemessen, der das Ausmaß der Verkrümmung angibt.
Idiopathische Skoliose: Dies ist die häufigste Form, bei der keine klare Ursache bekannt ist. Sie tritt häufig während der Wachstumsphase im Jugendalter auf und betrifft Mädchen häufiger als Jungen.
Kongenitale Skoliose: Diese Form entsteht durch angeborene Fehlbildungen der Wirbelkörper, die bereits bei der Geburt vorhanden sind.
Neuromuskuläre Skoliose: Diese Art entsteht durch Erkrankungen, die die Muskeln oder Nerven betreffen, wie z.B. bei Muskeldystrophie oder Zerebralparese.
Degenerative Skoliose: Diese Form tritt im höheren Alter auf und wird durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule verursacht, wie z.B. durch Abnutzung der Bandscheiben oder Arthrose.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung, wie Physiotherapie, Korsetttherapie oder in fortgeschrittenen Fällen operative Eingriffe, können das Fortschreiten der Skoliose verhindern und die Lebensqualität verbessern.


Was ist eine Skoliose


Krankheitsbild
Das Krankheitsbild der Skoliose beschreibt eine dreidimensionale Verformung der Wirbelsäule, bei der sich diese seitlich krümmt und oft auch um die eigene Achse dreht. Die Krümmung kann in verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule auftreten – im Brustbereich (thorakale Skoliose), im Lendenbereich (lumbale Skoliose) oder in beiden Bereichen (thorakolumbale Skoliose). Sie wird oft in einem Winkel (Cobb-Winkel) gemessen, der das Ausmaß der Verkrümmung angibt.
Idiopathische Skoliose: Dies ist die häufigste Form, bei der keine klare Ursache bekannt ist. Sie tritt häufig während der Wachstumsphase im Jugendalter auf und betrifft Mädchen häufiger als Jungen.
Kongenitale Skoliose: Diese Form entsteht durch angeborene Fehlbildungen der Wirbelkörper, die bereits bei der Geburt vorhanden sind.
Neuromuskuläre Skoliose: Diese Art entsteht durch Erkrankungen, die die Muskeln oder Nerven betreffen, wie z.B. bei Muskeldystrophie oder Zerebralparese.
Degenerative Skoliose: Diese Form tritt im höheren Alter auf und wird durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule verursacht, wie z.B. durch Abnutzung der Bandscheiben oder Arthrose.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung, wie Physiotherapie, Korsetttherapie oder in fortgeschrittenen Fällen operative Eingriffe, können das Fortschreiten der Skoliose verhindern und die Lebensqualität verbessern.
skoliose
Idiopathische Skoliose: Die häufigste Form der Skoliose (etwa 80 % aller Fälle) ist die idiopathische Skoliose, deren genaue Ursache nicht bekannt ist. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten, da die Erkrankung in Familien gehäuft auftritt. Hormone, Wachstumsstörungen oder Ungleichgewichte in der Muskel- und Nervenkontrolle der Wirbelsäule könnten ebenfalls Einfluss haben, jedoch sind diese Mechanismen noch nicht vollständig verstanden.
Kongenitale (angeborene) Skoliose: Diese Form entsteht durch Entwicklungsfehler der Wirbelsäule, die während der Embryonalentwicklung auftreten. Die Wirbelkörper sind dabei entweder asymmetrisch oder unvollständig ausgebildet, was zu einer Verkrümmung der Wirbelsäule führen kann. Genetische Anomalien oder Einflüsse während der Schwangerschaft können solche Fehlbildungen begünstigen.
Neuromuskuläre Skoliose: Diese Art der Skoliose tritt als Folge von Erkrankungen des Nervensystems oder der Muskeln auf, die die Stabilität und Kontrolle der Wirbelsäule beeinträchtigen. Beispiele sind:
- Muskeldystrophie
- Zerebralparese
- Spinale Muskelatrophie
- Rückenmarksverletzungen oder Erkrankungen wie Polio Bei diesen Erkrankungen fehlt es an der nötigen Muskelkraft und -kontrolle, um die Wirbelsäule in einer normalen Position zu halten.
Degenerative Skoliose: Diese Form tritt meist im höheren Lebensalter auf und wird durch den altersbedingten Verschleiß der Wirbelsäule verursacht. Faktoren wie der Abbau von Bandscheiben, Arthrose oder Osteoporose führen zu Instabilität und können eine seitliche Krümmung der Wirbelsäule verursachen. Eine asymmetrische Abnutzung der Gelenke und Bandscheiben trägt zusätzlich zur Verformung bei.
Syndromale Skoliose: Einige genetische Syndrome und Erkrankungen, wie das Marfan-Syndrom oder das Ehlers-Danlos-Syndrom, sind mit einer erhöhten Anfälligkeit für Skoliose verbunden. Diese Syndrome betreffen das Bindegewebe oder die Knochenstruktur, was zu Instabilität und einer Krümmung der Wirbelsäule führen kann.
skoliose
- Asymmetrische Schultern: Eine Schulter steht höher als die andere.
- Schiefes Becken oder Taille: Eine Seite des Beckens oder der Taille kann höher sein oder asymmetrisch wirken.
- Vorstehende Rippen: Besonders bei thorakaler (Brustwirbelsäulen-) Skoliose tritt auf einer Seite ein Rippenbuckel hervor, der beim Vorbeugen deutlicher wird.
- Kopf nicht zentriert über dem Becken: Der Kopf scheint nicht direkt über dem Becken zu stehen.
- Schiefe Haltung: Die gesamte Körperhaltung kann schief oder asymmetrisch wirken, was oft bei Betrachtung von hinten auffällt.
- Unebenes Hüftniveau: Eine Hüfte kann höher stehen als die andere, was zu einem asymmetrischen Gang führen kann.
- Rückenschmerzen: Obwohl Skoliose in leichten Fällen oft schmerzfrei ist, können moderate bis schwere Verkrümmungen zu Rückenschmerzen führen, besonders im unteren Rücken.
- Muskelverspannungen: Die asymmetrische Belastung der Wirbelsäule führt häufig zu Muskelverspannungen und -schmerzen, da einige Muskeln stärker beansprucht werden.
- Ermüdung: Patienten können schneller ermüden, besonders beim Sitzen oder Stehen über längere Zeit, da die Wirbelsäule nicht optimal gestützt wird.
- Einschränkungen in der Beweglichkeit: Bei schweren Fällen kann die Flexibilität der Wirbelsäule beeinträchtigt sein, was zu eingeschränkter Beweglichkeit führt.
- Atemprobleme: In sehr ausgeprägten Fällen, insbesondere bei thorakaler Skoliose, kann die Krümmung die Form des Brustkorbs verändern und die Funktion der Lunge beeinträchtigen, was zu Atembeschwerden führt
- Herzprobleme: Bei extremen Verkrümmungen kann auch das Herz in seiner Funktion eingeschränkt werden, da die Verformung des Brustkorbs den Platz für Herz und Lunge verringern kann.
- Neurologische Symptome: Bei fortschreitenden oder schweren Fällen, insbesondere bei kongenitaler oder neuromuskulärer Skoliose, können Nerven eingeengt werden, was zu Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Muskelschwäche in den Extremitäten führen kann.
skoliose
und
- Physiotherapie: Stärkung der Rumpfmuskulatur, Verbesserung der Haltung und der Beweglichkeit sowie Verminderung von Schmerzen und Muskelverspannungen.
- Korsettbehandlung: Das Fortschreiten der Krümmung während des Wachstums zu verhindern oder zu verlangsamen.
- Operation (Wirbelsäulenversteifung, Spondylodese): Korrektur der Wirbelsäulenverkrümmung und Stabilisierung der Wirbelsäule, um das Fortschreiten der Krümmung zu stoppen.
- Die Ergotherapie bietet wertvolle Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags und der Anpassung an die körperlichen und psychosozialen Herausforderungen, die mit Skoliose einhergehen.
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